Überblick über weitere Akkorde

Weitere Akkorde

(ein kurzer Überblick)

Dur-, Moll- und Septakkorde habe ich bereits in anderen Artikeln vorgestellt.
Nun gibt es in der Praxis beim Akkordspiel noch Erweiterungstöne ("Optionen" - die Septime ist bekanntlich einer davon). In der Akkordsymbolschrift werden diese Töne mit hochgestellten Intervall-Zahlen symbolisiert: z.B. C7/9, C7/ #11, Cm6, C7/b9 etc. - auch Zahlen in Klammern sind üblich: C7(b9).
Die Zahlenfolge über die Oktave hinaus ist durch das Prinzip der Terzschichtung zu erklären: 3 - 5 - 7 - 9 - 11 - 13. Vorzeichen vor den Zahlen sprechen für sich:
z.B.  b9 = kl. None,  #9 = überm. None,  #11 = überm. Quarte (Undezime).
Diese Töne werden dem Dreiklang hinzugefügt, wobei ein 5- bis 6-stimmiger Akkord dann z.B. am Klavier auf beide Hände verteilt wird. Der Grundton wird hier zumindest in der rechten Hand weggelassen und beispielsweise durch Septime und None ersetzt (eine Technik, die im Jazz generell üblich ist).

Hier eine (unvollständige) Aufstellung von möglichen Akkorderweiterungen:


Ein weiterer Akkord ist der sus4- oder sus-Akkord.
Ein sus4-Akkord  ist ein spannungsgeladener  „geschlechtsloser" Akkord (weder Dur noch Moll). Die Dreiklangsterz wird durch die Quarte ersetzt. Die Quarte wird als Quartvorhalt behandelt, der nach Auflösung in die Terz drängt und sich deshalb anschließend in die Terz (nach Dur oder Moll) auflöst.


In Pop und Jazz gibt es auch den ähnlichen sus9 (oder besser 11)-Akkord (eigentlich 7/9/11-Akkord), der sich häufig nicht auflöst, sondern als eigenständiger Dominant 7/9/11-Akkord gilt. Die 11 ist  bekanntlich die Quarte (⇒ sus4). Auch bei diesem Akkord wird die Terz weggelassen. In der Praxis bilden die Zusatztöne (Optionen) 7/9/11 einen Dur-Dreiklang. So spielt man einen Dur-Dreiklang mit einem Baßton, der einen Ton höher ist, als der des Dreiklangs. Da dieser Akkord normalerweise dominantisch ist, ergibt sich so eine Mischung aus Dominante im Baß und Subdominante in den Akkordtönen.
Eine gängige Schreibweise (die Fraktionsschreibweise) ist, Baßtöne, die nicht Grundton des Akkordes sind, mittels Schrägstrich hinter das Akkordsymbol zu setzen: also z.B. F/G   ⇒ G11, Gsus  oder auch G9sus! Dieser Akkord muß sich wie gesagt in der Praxis nicht immer auflösen.

[Anm.: Der 11-Akkord ist eine (im Jazz automatisch übliche) verkürzte Schreibweise für den 7/9/11 -Akkord]

Desweiteren gibt es Akkorde, bei denen nicht die Grundtöne im Bass liegen.
Diese vom Grundton abweichenden Baßtöne werden dann auch mittels Schrägstrich (s.o.) hinter das Akkordsymbol gesetzt.

Beispiele in C-Dur:

a)    C/B      = kleine Septime im Bass
b)    C/E      = Terz im Bass (Sextakkord)
c)    C/G      = Quinte im Bass (Quartsextakkord)

eine Besonderheit:
d)    C/F      = Fmaj7/9 (ohne Terz)

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