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Synkopen umsetzen: 

Synkopen entstehen, wenn eigentlich natürlich betonte Schläge „vorgezogen“ werden auf eine unbetonte, „leichte“ Zählzeit, dann jedoch gehalten werden, so dass die natürliche, „schwerere“ Zählzeit nicht gespielt wird.
Synkopen werden dann noch etwas deutlicher betont, als die natürliche Zählzeit.

Die natürlichen Hauptbetonungen liegen auf 1 und 3.

Bei dieser Synkope wird jetzt die 2+ (statt der gehaltenen 3) sogar etwas stärker betont!

 

Hier liegen die Hauptbetonungen auf den vollen Viertelschlägen.

Hier werden jetzt die Synkopen auf 1+ und 2+ stärker hervorgehoben als die „normale“ Betonung auf der 4.

 

Synkopen spielen eine wichtige Rolle in der Musik und lockern viele Songs rhythmisch auf.
Hier ist pianistisch dann die rhythmische Unabhängigkeit der Hände gefordert und auch das geübte Lesen und Umsetzen.

Viele moderne Melodien werden synkopisch versetzt gesungen, was eine losgelöstere Wirkung im Zusammenspiel mit dem Grundrhythmus hat.
Das Notenbild kann dadurch etwas unübersichtlich aussehen, gerade wenn viele Achtel und Sechzehntel synkopisch versetzt werden. Man muss sich aber bewusst machen, dass es eigentlich rhythmisch keinen Unterschied macht, ob Viertel und Achtel oder  Achtel und Sechszehntel auf die gleiche Weise synkopisch versetzt sind. Letzteres sieht dann allerdings eher etwas unübersichtlicher oder „schwieriger“ aus.

Achtel und Viertel:

Der gleiche Rhythmus mit Sechzehntel und Achtel – halbiert:

TIPP: Um Synkopen zu üben, hilft es, die gehaltene Note erst einmal zu zählen und normal zu spielen – ohne Haltebogen.
Wenn das klar ist, kann man bewusst den vorher gespielten Schlag jetzt halten und „nur“ noch denken!

Bei der Klavierbegleitung ist wichtig, dass sich die linke Hand mit dem Begleit-Rhythmus nicht von der Synkope in der rechten Hand beeinflussen lässt, sondern „gerade“ dagegen spielt und betont.

Hier ein paar Übe-Beispiele mit einem einfachen, geraden Begleit-Oktav-Rhythmus in der linken Hand. Wenn diese Beispiele routiniert sitzen, werden auch schwerere Synkopen im Zusammenspiel eher klappen.

Achte auf die versetzten Pfeile in Ober- und Unterstimme!
Hier ist die Unabhängigkeit wichtig!

Auch die Betonungen sind in beiden Händen unterschiedlich!

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Die Übungen sollen als „Schleife“ gespielt und somit mehrfach wiederholt werden.

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Hier kannst Du Dir diese Übung als PDF runterladen:
Download: Synkopen-Übung – Liedbegleitung

 

Ersetze dann den die Begleitung durch andere Oktav-Begleit-Pattern und übe diese mit den Synkopen in der rechten Hand zusammen.

 

Viel Erfolg und Freude mit der Musik und Deinem Klavierspiel!

In meinem Workbook zum Workshop „Basics der Liedbegleitung“ findest Du sonst noch ausführlichere Informationen und Übungen zu den „Synkopen“.

Und im Wochenend-Workshop könnten dagegen die Übungen auch kontrolliert werden, da sich doch gerne und schnell Fehler durch falsche Rhythmik und fehlende Unabhängigkeit der Hände einschleichen.

 

 

 

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